Gib mir fünf: Inspirationsquellen für Lehrerinnen

Es gibt zwei Gründe warum ich Lehrerin bin. Und die heißen: Juli und August.

Nein, natürlich nicht. Aber es gibt sooo viele Menschen, die das wirklich denken. Lehrer machen die ganzen Ferien lang nichts und fliegen zwei Monate auf die Malediven.

Nein, meine Lieben. So ist es nicht. Heute erzähle ich euch mal die Wahrheit.

Ich habe, seit die Ferien begonnen haben, sehr wenig am Blog gepostet. Grund dafür ist die vollkommene Erschöpfung. Die letzten Schulwochen sind immer so stressig, dass ich sobald die Ferien anfangen, mal irgendwie in eine Arbeits- und Anti-Menschen-Trance verfalle. Was ich genau mache und was ich brauche um wieder kreativ zu werden, schildere ich euch heute:

 

1. Ordnung

Bevor ich wieder zu arbeiten beginnen kann, muss ich einmal Ordnung schaffen. Die letzten Schulwochen habe ich täglich eine Ikea-Tasche voll ungeordneter Zetteln, Bücher und Hefte nach Hause geschleppt und einfach in meinem Arbeitszimmer abgestellt. Dementsprechend katastrophal sah es auch hier aus. Der Weg zu meinem Schreibtisch war wie im Hundertwasserhaus – jeder Schritt musste bedächtig gesetzt werden um nicht auf Splinten, Boxen oder Folien auszurutschen. Nun arbeite ich mich systematisch durch und ordne nach Unterrichtsfächern in die jeweiligen Mappen und Boxen ein. Dafür habe ich mir ein besonderes Farbensystem überlegt, über das ich euch gerne mal an anderer Stelle berichten kann.

Schreibtisch ikea
Endlich wieder freien Platz auf meinem Schreibtisch! Eigentlich ist alles vom Ikea außer die Vase und der Computer 🙂

 

2. Stifte spitzen

Hach, ich bin da wahrscheinlich beruflich vorbelastet, aber spitze Stifte machen mich einfach glücklich. (Nein, nicht spitz!) Ich liebe den Geruch von Spitzerresten und habe mir als Feriengeschenk an mich selbst auch endlich einen Tischspitzer zugelegt. Meine Stifteordnung hab ich auch wieder aufgefrischt und neu mit meinem Dymo-Gerät beschriftet. Auch das macht mich übrigens glücklich und war der beste Kauf der letzten Jahre. (Hier kriegst du solche tollen Wundergeräte – 10 Euro und ist super!)

Stifte Ikea
Hach, wie schön. Mein Spritzgerät seht ihr hier ganz rechts im Bild. Hat so um die 9 Euro beim Mastnak gekostet – Kurbel, Kurbel und spitz ist der Stift!

 

3. Schöne Bücher

Wenn ich mein Arbeitszimmer und meine Wohnung also geputzt habe und wieder alles schön aussieht, dann plane ich das nächste Schuljahr. Dafür mache ich mir eine Liste mit allen Schulwochen und gehe das kommende Schuljahr dann nach den Unterrichtsfächern durch. Ich schreibe also auf, was ich wann und wie machen möchte. Das braucht Zeit. Und während ich mich in Mathematik und Deutsch sehr an den Unterrichtsbüchern orientiere, kann ich mich bei Zeichnen, Musik und turnen so richtig austoben. Ich liebe schöne Bücher, aus denen ich viele Ideen für die Klasse umsetzen kann. Fiona Watt hat wirklich tolle Ideen von denen ich mir schon viele abgeschaut habe. Hier schickt dich der Link zu ihren Büchern auf Amazon. 

Das sind meine zwei Lieblingsbücher von ihr. Wirklich tolle Ideen, die man super mit Kindern umsetzen kann.

 

4. Pinterest

Pinterest ist in den letzten Jahren wirklich DIE Inspirationsquelle schlechthin für mich geworden. Es ist einfach so vielfältig und man findet wirklich zu JEDEM Thema tolle Ideen (Tipp: nach den englischen Begriffen suchen!).

Ich speichere mir dort auf verschiedenen Pinnwänden Ideen ab, die ich dann in meine Jahresplanung eintrage. Zum Beispiel: Wenn ich nach den Weihnachtsferien mit den Kindern im Sachunterricht über Planeten lerne, dann suche ich mir auf Pinterest passende Ideen dazu. Welche Projekte kann man dazu machen, welche Bastelideen gibt es dort zum Thema Weltall und manchmal finde ich sogar einen Planetentanz oder ein Lied. Und wenn es keinen Planetentanz gibt, dann suche ich mir Musik und gestalte selbst einen 🙂

Hier findest du den Link zu meiner Pinterest Wand.

pinterest school ideas

 

5. Blogs

Auch auf Blogs und in Zeitschriften finde ich viele Dinge, die mich inspirieren. Ich lese also nicht nur Modeblogs sondern auch Lehrerinnenblogs (meistens sind es wirklich nur Frauen, die über ihre Arbeit in der Klasse erzählen.) Da ich ja in diesem Schuljahr die Ausbildung zur Kinderyogalehrerin gemacht habe, schnuppere ich auf vielen Kinderyoga-Blogs herum und lasse mich inspirieren.

der kleine yogi spruch

Ja, meine Lieben.. das sind meine fünf Inspirationsquellen für meine Arbeit. Auch der Austausch mit Kolleginnen ist natürlich wichtig – aber das ist ja sowieso in jedem Beruf so.

Ich gebe ja zu, dass Lehrer viel frei haben. Aber es ist nicht so, dass man in der freien Zeit wirklich „frei“ hat. Es gibt ganz viele Dinge, die ich von zuhause aus mache und arbeite. Eben auch in den Sommerferien. Im Schulalltag gebe ich täglich so viel und muss immer kreativ sein. Jeder, der kreativ arbeitet, weiß, dass man da auch Zeit braucht um wieder Energie und Muße zu tanken. Ich weiß, dass der heutige Blogbeitrag nicht viel mit Mode zu tun hat, aber irgendwie lag mir das Thema sehr am Herzen und ich wollte auch diesen Teil meines Lebens mit euch teilen.

HERZ. HERZ. HERZ.

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