Gedanken übers Älterwerden und Jungbleiben

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Heute in einer Woche bin ich dreißig. DREISSIG. 3 0.

Ok, ich weiß, dass 30 eigentlich kein Alter ist. Aber es ist eben auch nicht mehr 20. Wenn ihr versteht, was ich meine.

 

elle und speiche kind
Immer schon modisch interessiert.

 

Fühle ich mich wie 30?

 

Um ehrlich zu sein, hab ich gerade in den letzten Wochen so eine Phase. Ganz komisch. Als Kind hatte ich Vorstellungen von einem „Erwachsenen“. Zum Beispiel:

Erwachsene können Auto fahren.

Sie managen alle Sachen.

Und kochen das Essen.

All das konnte ich lange Zeit nicht und war somit -ganz offiziell in meiner Welt -noch keine Erwachsene.

Wenn ich mich jetzt ansehe, dann muss ich mir eingestehen, dass ich schon ganz viele Punkte erfülle. Sch****.

Ich koche.

Ich habe eine Wohnung.

Ich kann sogar schon Autofahren (oder sagen wir so: Ich darf, weil ich den Führerschein habe. Ob ich es kann, lass ich in den Raum gestellt.)

Ich lese meinen Strom selbst ab.

Ich bezahle Rechnungen.

Und ich gehe regelmäßig arbeiten.

Das klingt für mich eigentlich schon sehr erwachsen. Andererseits schlafe ich am Wochenende auch gerne bis Mittag. Und das klingt eigentlich nicht sehr reif. Ich lache über lustige Wörter wie „Spatzipost“ und vergesse oft einen Regenschirm einzupacken, wenn Regen angesagt ist.

elle und speiche spielplatz
Happy am Spielplatz.

 

 

Schaue ich aus wie 30?

 

Puh, die nächste schwere Frage. Letztens in der U-Bahn ist mir etwas Schräges passiert: Eine Gruppe Mädchen stieg ein. Ich beobachtete sie und mir fiel auf, dass sich unser Stil ziemlich ähnelte. Wir trugen die selben Schuhe (Nike-Sneakers), ähnliche Kleidung und hatten eine ähnliche Frisur. Die Mädels hatten sogar einen roten Lippenstift drauf.

Einziger Unterschied: Die Girls waren zirka 16.

Da saß ich – doppelt so alt – und war irgendwie verwirrt. Irgendwas stimmt da nicht.

Wir tragen die selben Sachen und schauen doch nicht gleich aus. Meine Haare sind nicht so strahlend und meine Haut im Gesicht nicht so jugendlich frisch.

Wie sieht also eine 30jährige aus? Ich hab dann etwas mehr drüber nachgedacht und bin zu der Idee gekommen, dass uns schon etwas unterscheidet: Ich trage zwar die selben Dinge, habe aber auch keine Angst, etwas anzuziehen das nicht „modisch“ ist. Ich liebe mein Katzenkleid und muss bei allem zuschlagen, was irgendwie „lustig“ aussieht. Wenn ich an mein 16jähriges ICH zurückdenke, dann hätt ich mich das bestimmt nicht getraut. Außerdem ist es mir egal, was andere von meinem Outfit halten. Und das mein ich ernst. Hauptsache ich gefalle mir. 😉

HASHTAG selfish

 

elle und speiche früher
Ich bin sooooo wichtig!

 

Verändert sich was?

Ich denke, dass sich das Leben ständig verändert.

Sicher bin ich keine sechzehn mehr. Aber ich bin auch froh darüber.

Und das heißt nicht, dass ich nicht trotzdem meine EINZELNEN grauen Haare noch ausreiße! Die mag ich nicht. Genauso wenig wie die Augenfalten. Da verwende ich auch eine Creme.

Muh mit Kuh.
Muh mit Kuh.

Eine Antwort

  1. Seit ich 30 bin, komme ich mit dem ausreißen gar nicht mehr nach. Bald bist du im Club, nelli blue.

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