Abstellraum – mari kondo lässt grüßen

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Als mein Freund vor einem Jahr zu mir gezogen ist (rechtzeitig vor dem 1. Corona-Lockdown), haben wir meine Wohnung umgebaut. Wir haben eine Wand weggerissen und das Schlafzimmer so abgeteilt, dass dahinter ein kleines Abstellkammerl entstanden ist. Ich wohne in einer Altbauwohnung und die ist zwar sehr schick, aber leider nicht praktikabel gebaut. Bisher standen meine Leiter (lange Leiter, weil hohe Räume), mein Bügelbrett (unnötig, aber einmal im Jahr bügle ich), meine Wäscheständer (2 Stück – kleine Waschliebe), mein Werkzeug, der Staubsauger und das ganze Zeug, das man fast nie braucht, aber ohne das man dann doch nicht leben kann(Stichwort: Geschenkpapier, Ersatzglühbirnen, Klebebänder..) , irgendwo in der Wohnung herum. Meistens war dieses „irgendwo“ hinter einer Tür, die sich dann nicht gut öffnen ließ.

Menschen, die auch im Altbau wohnen, kennen das Problem und alle anderen, können sich vielleicht vorstellen, dass das auf Dauer nervt.

Da wir aber Geld sparen wollten und keine neuen Kästen kaufen wollten, haben wir meine uralt Pax Kästen genommen und im länglichen Abstellkammerl verbaut. So, das war die Vorarbeit. Als mein Freund dann zu mir zog, war ziemlich schnell klar, dass wir alles doppelt hatten. Als große Duschbadliebenden kamen wir zu zweit auf ca. 14 Duschbäder, 10 Waschmittel (wie gesagt: Wir haben eine kleine Wäschewaschliebe), 30 Putzmittel und von den unzähligen Werkzeugen fange ich jetzt gar nicht an.

Ziemlich schnell wurde das „Abstellkammerl“ zu einem Ramschraum.

Kennt ihr so etwas?

Ein Zimmer, in das man alles einfach reinschiebt, das sonst keinen fixen Platz hat.

„Oh, wir haben hier einen 20l großen Erdesack.“ – Stellen wir ihn doch ins Abstellkammerl!

„Hier haben wir noch 5 Einlegebretter für den PAX Schrank, die wir mal brauchen könnten.“ Gut, stellen wir sie doch ins Abstellkammerl!

„Nein diesen überdimensional großen Teddybär möchte ich nicht weggeben. Ich stell ihn ins Abstellkammerl!“

An sich war der Raum ja als Ab-stellraum geplant. Aber wir stellten fest, dass wenn man wahllos etwas in einem 3 Quadratmeter großen Raum abstellt, er ziemlich schnell voll ist und man nicht mehr reingehen kann.

In den Weihnachtsferien haben wir  es dann angepackt. Wir haben beim OBI Holzkisten bestellt und alles neu sotiert und geordnet. Ich habe wirklich gemerkt, dass ich leichter Ordnung halten kann, je klarer ist, wo etwas hingehört. Und damit nicht nur ich weiß, wo was reingehört, sondern auch mein Freund, habe ich alle Kisten beschriftet.

OBI Lieferung im Wohnzimmer

Und was soll ich sagen? Wie soll ich es in Worte fassen? Ich versuch es mal einfach so: Das Qi fließt wieder! Es duftet nicht nur gut nach Holz und sieht ordentlicher aus, sondern es erleichert auch das Leben allgemein. Und das mein ich genauso wie ich es schreibe!  Ich habe meine innere Mari Kondo entdeckt und es sparked meine Joy wenn ich jetzt ein doppelseitiges Klebeband brauche, weil ich genau weiß, wo es liegt und wo es wieder zurückgelegt wird, wenn ich es nicht mehr brauche.

Hier siehst du den geordnetsten Teil des Abstellraumes 😉

Folgende Lehren habe ich für mich aus dieser Ordnungsaktion gezogen:

  • Nichts stapeln!

Sobald ich anfange etwas zu stapeln, wächst Unordnung! Ich bin oft zu faul, eine Kiste zu heben um etwas wieder an seinen Platz zurückzulegen. (Ja, das klingt wirklich extrem faul – aber so bin ich nun mal). Daher habe ich nie zwei Kisten aufeinandergestellt – auch wenn sie eigentlich stapelbar wären!

  • Keine Deckeln verwenden!

Wenn eine Schachtel einen Deckel hat ist das zwar auch fein, aber das heißt dann auch, dass die Dinge, die ich in die Kiste lege, klein genug sein müssen, damit der Deckel gut schließt. Nein, nicht mit mir! Bei mir findet kein Topf den passenden Deckel. Alle Kisten sind glückliche Singles und können dafür mit unterschiedlich hohen Dingen befüllt werden.

  • Individuelle Kategorien bilden und beschriften!

Ich habe unseren Krimskrams in Kategorien eingeteilt. Die Dinge, die ich häufig brauche, stehen gut erreichbar und alles was ich nicht so oft brauche, steht ganz oben am Kasten.

Bei den Kategorien, da muss man wirklich schauen, was man persönlich für Dinge hat. Wir haben zum Beispiel eine Holzkiste die heißt „Leere Dosen“. Mein Freund und ich heben von Kosmetikartikeln oder Lebensmitteln gerne schöne leere Fläschchen und Dosen auf, in die wir dann wieder etwas einfüllen, wenn wir zum Beispiel auf Urlaub fahren.

  • Die perfekte Kistenhöhe finden!

Am Anfang dachte ich es wäre praktisch, die Putzmittel in eine hohe Holzkiste zu stellen. Aber tatsächlich ist es auch da wieder so, dass ich oft zu faul bin die Kiste aus dem Kasten zu nehmen um etwas wieder zurückzustellen. Deswegen habe ich die Putzmittel in eine niedrige Kiste gegeben und kann so einfach hineingreifen und das passende Putzmittel herausziehen.

In der Werkzeug-Kiste sind nur die Dinge, die wir am häufigsten brauchen. Alle anderen Werkutensilien, sind in eigenen Werkzeugkisten verstaut.

Mein Freund und ich haben den Vorsatz, alles zu verbrauchen und wirklich nur das Nötigste nachzukaufen. Es gibt so viele tolle plastikfreie / wiederbefüllbare Putzmittel und Duschbäder in den Reformhäusern! Ich will eigentlich gar kein chemisches Putzmittel mehr kaufen. ABER: Es würde noch weniger Sinn machen, jetzt all das, was wir bereits besitzen, wegzuwerfen. Deswegen brauchen wir auf und kaufen dann (wenn überhaupt nötig) nach.

Hier stehen die Dinge, die man nicht in Kästen und Kisten einordnen kann.
Hier das „Big Picture“.
Zu Beginn des 1. Lockdowns habe ich mir auch dieses Baby geleistet. 😉

WO IST WAS HER?

Holzkisten von OBI:

Kesper Allzweckkisten Kiefer kleine Größe = 8,4 l um 4,49 Euro

Kesper Allzweckkisten Kiefer mittlere Größe = 16,8 l um 5,99 Euro

Prägegerät für die Beschriftungen vor Jahren bei Amazon gekauft. Das gibt es sicher auch beim Mastnak in Wien oder manchmal auch bei hema oder so!

Hier ist der Amazon Link, damit du dir ansehen kannst, wie es aussieht!

Wenn du sonst Fragen hast oder was wissen willst, dann schreib mir gerne hier ein Kommentar oder folge Elleundspeiche auf Instagram! Dort werde ich auch in den nächsten Tagen mal eine Story über das Abstellkammerl machen!

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